Eifel-Flugwetter 08.03.14

Kurzfassung

Viel Sonne, stabile Luft und trickiger Wind aus südöstlichen Richtungen. Achtung: Eine gelegentlich unfallträchtige Lage!

Wetterlage + Flugaussichten Samstag und Sonntag

(Grafik: wetter3)
Eine Hochdruckbrücke baut sich quer über Europa auf und bleibt auch über das Wochenende hinaus wetterbestimmend. Die absinkende Luft im Hoch sorgt für Abtrocknung, d.h. wenig Wolken und viel Sonne. Mit der Südströmung (am Boden eher SO) gelangt für die Jahreszeit sehr warme und stabil geschichtete Luft in den Eifelraum. Die Bedingungen am Boden wecken Frühlingsgefühle und den Flugwunsch auch bei den winterfaulen Piloten. Allerdings bergen solche Wetterlagen in dieser Jahreszeit ein erhöhtes Risiko.

Die ungehinderte Sonneneinstrahlung sorgt für bodennah kräftige Thermikblasen, denen aber angesichts der stabilen Schichtung schnell die Steigkraft schwindet. Thermiken über 500 Meter über Grund sind nur in Ausnahmefällen zu erwarten, eher deutlich weniger. Deshalb können sich keine regional dominierenden Bärte ausbilden, sondern es "brodelt" überall ein bisschen. Entsprechend unorthodox und hackig ist die Fliegerei zu erwarten. Verstärkt wird das ganze noch durch den SO-Wind, der in der Höhe unter der (niedrigen) Inversion recht kräftig mit >25 km/h dahinpfeift. Da werden die Thermikblasen nochmals zerrissen und verwirbelt. Lokal können durch Kompressionseffekte auch am Boden deutliche Windspitzen entstehen.

Kurzgefasst: Wer (nach dem Winter) noch nicht wieder wirklich sattelfest unterm Schirm hängt, sollte solchen Lagen mit gehörigem Respekt begegnen. Es kann gesund sein:
a) erst einmal zu schauen, ob und wie sich die Mutigen durchschaukeln lassen
b) die heftige Mittagszeit verstreichen zu lassen, und
c) erst wenn die Thermiken sichtbar etwas mehr Raum gewonnen und sich sortiert haben, sich dann in die Lüfte zu schwingen.

Für Zögerliche ist der Sonntag angesichts allgemein etwas schwächerer Winde aus heutiger Sicht die bessere Wahl.

Anderswo fliegen

Schön ist es fast überall, hackig und mit geringer Arbeitshöhe aber auch.

Weitere Aussichten

Die Hochdruckbrücke zerreißt und lässt ein zentrales Hoch mit Kern über Benelux zurück. Der Wind dreht auf Nord bis Ost.

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