Video: Riskante Starthilfe

Bei einem Starkwind-Tandemstart im französischen St. André bleibt ein Starthelfer mit einem Arm am Gurtzeug hängen und fliegt mit. Ein Video zum Luftanhalten.  

Der Starthelfer hängt unterm Gurtzeug. // Quelle: Facebook, J. Calva
Die wichtigste Nachricht gleich zu Anfang: Die Geschichte endete für alle Beteiligten ohne ernsthafte Verletzungen. Doch was davor geschah, ist der gefilmte Alptraum.

Bei einem etwas unkontrollierten Starkwindstart eines Tandems in St. André schafft es ein Starthelfer nicht mehr, sich rechtzeitig vom Passagiergurt zu lösen. Er wird mit in die Höhe gerissen und hängt, erst einmal nur an einem Arm, unter dem Gurtzeug.

Der Pilot fliegt mehrere Schleifen am Startplatz und versucht den ungewollten zweiten Passagier wieder abzusetzen. Am Ende trifft er, auf Zuruf eines Beobachters, die genau richtige Entscheidung: Er fliegt in die Bäume und verhindert damit das Schlimmste.

Bei ähnlichen Vorfällen ist es auch schon zu Todesfällen gekommen, als ein unverhofft mit empor gerissener Starthelfer aus der Höhe zu Boden stürzte.

Das Video des glimpflich verlaufenen Vorfalls ist auf Facebook zu sehen:



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8 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Die Mentalität der Leute, die solche Videos auf facebook stellen versteh' ich nicht... Da lernt doch keiner was dabei...

Mike Kiefer hat gesagt…

Klar lernt man was daraus: das es immer Idioten geben muss, die bei so starkem Wind unbedingt fliegen müssen.

Anonym hat gesagt…

Und noch was lerne ich daraus: Dass es richtig war und ist, NIEMALS Starthilfe in Anspruch genommen zu haben, nicht solo und nicht beim Tandemfliegen. Auch bei starkem Wind kann man allein den Tandem aufziehen, sogar vorwärts. Wenn nicht, ist es kein Wetter zum Fliegen für die eigenen Fähigkeiten.
Ralph

Anonym hat gesagt…

Weiss mann, wie es abgelaufen ist?

Thomas hat gesagt…

Gut, dass nichts körperliches passiert ist. Für mich tatsächlich auch eine Bestätigung - ich bin konsequenter Starthilfeverweigerer - schon seit Jahren. Klar, Schirm ausbreiten, oder mal festhalten, wenn er auf den Bassanomatten runterrutscht u.ä. Aber einem Solo oder Tandem Starthilfe aufgrund der Windverhältnisse geben halte ich für falsch. Wer bei entsprechenden Verhältnissen fliegen will, muss bei den Bedingungen auch starten und landen können.

Anonym hat gesagt…

Blogger Mike Kiefer hat gesagt...

Klar lernt man was daraus: das es immer Idioten geben muss, die bei so starkem Wind unbedingt fliegen müssen.

November 13, 2017 2:49 nachm.

In den Alpen gebe ich dir dabei recht da braucht man keinen Wind, aber im Flachland am Hang ist es ganz normal bei diesem Wind zu fliegen. Im Gegenteil ohne starken Wind wird es im Flachand sehr schwierig, erst recht mit dem Tandem. Ich halte auch nix von Starthilfe und ich denke, dass ein perfekt vorbereiteter Schirm und ein trainierter Pilot sehr gut ohne auskommen, sowohl auf flachen, als auch auf steilen Startplätzen.

Klaus

Anonym hat gesagt…

..die Umgebung sieht aber nicht nach Flachland aus. Mit Aufziehen des Schirms am Windfensterrand wärs gegessen gewesen. Anscheinend war das keine Option für den Piloten. Wenn ich jedoch sehe, wie der Schirm schon in diesem Masse vor dem Start "züngelt",und nacher den Start sehe, zweifle ich an der Kompetenz des Piloten für diesen Bedingungen

Erasmus hat gesagt…

Ich finds super, dass solche Videos einer großen Zahl von Piloten ermöglichen, in Ruhe über das Verhalten in einer potenziellen Scheißsituation nachzudenken, in der jede Sekunde zählt und in die statistisch gesehen irgendwer von uns kommen kann, warum auch immer.

Während des Videos dachte ich auch: "Bäume, Bäume, Bäume!" Aber frage mich jetzt, ob das tatsächlich die beste Variante für den unfreiwilligen Passagier ist. Unangeleint in einen Baumwipfel geschleudert zu werden. In diesem Fall scheint es keine Alternative zu geben, aber wenn man hinterm Startplatz die Wahl hat zwischen hohen Bäumen und freier Fläche, könnte man diskutieren, schräg in den Hang zu krachen. Schürfwunden, Knochenbrüche, aber danach kann dann zumindest keiner mehr runterfallen.